Man muss ja auch mal warten können.
Ich war heute in der Universität.
Das bin ich in den letzten Wochen zwar regelmäßig aber heute habe ich mich tatsächlich mal getraut in die Sprechstunde der derzeitigen Lehrstuhlvertretung für die Internationalen Beziehung zu gehen. Denn: Ich muss ja auch mal irgendwann eine Magisterarbeit schreiben. Die Anmeldung ist auch endlich mal geplant für das nächste Semester. Manchmal habe ich das Gefühl ich würde damit der letzte Powi-Magister sein, der versucht die Uni mit Abschluss zu verlassen.
Wie dem auch sei. Der Lehrstuhl der Internationalen Beziehungen sollte wohl eher Leerstuhl genannt werden. Wahrscheinlich bekommen wir zum Sommersemester einen neuen Kandidaten. Der bleibt vielleicht sogar langfristig an der Uni. Das macht zwar Hoffnung, weil dann vielleicht dann jemand da ist mit dem man mal gesittet über die geplante Arbeit reden kann. Ist aber trotzdem ziemlich suboptimal, weil ich im Grunde jetzt schon das Bedürfnis hätte mal ein paar Gedanken vor einem Dozenten auszubreiten, der sich mit dem Kram wenigstens auch ein bisschen auskennt. Aber derzeit sammeln sich nur belanglose Ideen in meinem Kopf die hin und wieder mal geordnet und dann wieder zerworfen werden. Und in der IB gibt es de facto keinen einzigen Ansprechpartner.
Das erzwungene Warten befreit mich ein bisschen. Im Grunde bleibt mir eben doch nicht mehr als zu warten und zu hoffen. Im neuen Jahr werde ich (mit hoffentlich klareren Vorstellungen) mal zu einem anderen Dozenten gehen, von dem ich hoffe, dass er wenigstens Ohren besitzt, die ein wenig offen für meine Vorstellungen sind.
Das Warten bremst aber auch. Die Ungewissheit ist eine weitere kleine Blockade, die mich nicht nur daran hindert meine letzte Hausarbeit einfach mal hinter mich zu bringen, sondern auch aus dem Ideenbrei mal ein paar vernünftige Ansätze für die Magisterarbeit zu destillieren.
Aber auch das wird warten müssen. Ein Schritt nach dem anderen. Erstmal die Hausarbeit.
Pray for me.
