16. Dezember 2009

Man muss ja auch mal warten können.

Ich war heute in der Universität.
Das bin ich in den letzten Wochen zwar regelmäßig aber heute habe ich mich tatsächlich mal getraut in die Sprechstunde der derzeitigen Lehrstuhlvertretung für die Internationalen Beziehung zu gehen. Denn: Ich muss ja auch mal irgendwann eine Magisterarbeit schreiben. Die Anmeldung ist auch endlich mal geplant für das nächste Semester. Manchmal habe ich das Gefühl ich würde damit der letzte Powi-Magister sein, der versucht die Uni mit Abschluss zu verlassen.

Wie dem auch sei. Der Lehrstuhl der Internationalen Beziehungen sollte wohl eher Leerstuhl genannt werden. Wahrscheinlich bekommen wir zum Sommersemester einen neuen Kandidaten. Der bleibt vielleicht sogar langfristig an der Uni. Das macht zwar Hoffnung, weil dann vielleicht dann jemand da ist mit dem man mal gesittet über die geplante Arbeit reden kann. Ist aber trotzdem ziemlich suboptimal, weil ich im Grunde jetzt schon das Bedürfnis hätte mal ein paar Gedanken vor einem Dozenten auszubreiten, der sich mit dem Kram wenigstens auch ein bisschen auskennt. Aber derzeit sammeln sich nur belanglose Ideen in meinem Kopf die hin und wieder mal geordnet und dann wieder zerworfen werden. Und in der IB gibt es de facto keinen einzigen Ansprechpartner.

Das erzwungene Warten befreit mich ein bisschen. Im Grunde bleibt mir eben doch nicht mehr als zu warten und zu hoffen. Im neuen Jahr werde ich (mit hoffentlich klareren Vorstellungen) mal zu einem anderen Dozenten gehen, von dem ich hoffe, dass er wenigstens Ohren besitzt, die ein wenig offen für meine Vorstellungen sind.

Das Warten bremst aber auch. Die Ungewissheit ist eine weitere kleine Blockade, die mich nicht nur daran hindert meine letzte Hausarbeit einfach mal hinter mich zu bringen, sondern auch aus dem Ideenbrei mal ein paar vernünftige Ansätze für die Magisterarbeit zu destillieren.

Aber auch das wird warten müssen. Ein Schritt nach dem anderen. Erstmal die Hausarbeit.

Pray for me.

18. November 2009

Das Gadget-Pantheon II

Lang ist es her, dass ich diese “Serie” mit Freude gestartet habe und doch ist eine ganze Weile nichts mehr passiert. Heut nehm ich mir aber mal ein paar Minuten Zeit um den zweiten Teil zu verfassen. Das ist immerhin um Welten angenehmer, als Thomas Hobbes. PalmIIIe

Mitglied Nummer Zwei des Pantheons wird mein allererster Palm: der Palm IIIe.
Bekommen habe ich ihn (wie auch das S35) ohne die Äußerung eines direkten Wunsches zur Jugendweihe. Warum weiß ich nicht einmal so genau, denn bis zu dem Nachmittag, an dem ich ihn aus seiner Packung gezerrt habe, wusste ich nicht einmal, dass es derartige Dinger überhaupt gibt, geschweige denn wofür man sie nutzen könnte.

Bald stellte sich heraus, dass er ein nützliches Spielzeug war meine Termine(!) zu organisieren. Was sich allerdings auf das Eintragen seltener sozialer Zusammenkünfte, Geburtstage, Ferientermine und Hausaufgaben beschränkte. Oder auch ein paar Kontaktdaten zu sammeln. Obwohl ich nicht mal genug Menschen kannte, um das Telefonbuch auch nur annähernd zu füllen.

Wirklich nützlich wurde der IIIe erst für mich, als ich entdeckt hatte, dass sich der Palm mit meinem Handy verbinden ließ und das Telefon als Modem arbeiten zu lassen. Das gute alte WAP erstrahlte in neuem Glanz. Naja. Es war zumindest größer, als auf dem Handydisplay. Ich begann meine Mailkontakte auch unterwegs zu “pflegen” und Nachrichten on the go zu konsumieren. Ein Verhalten, dass sich bis heute tief eingeschliffen hat. Das größte Highlight aber waren eigentlich die eBooks. Ich entdeckte, dass es Seiten im Internet gab, auf denen man sich Bücher, Drehbücher und vieles mehr organisieren und dann unterwegs lesen konnte. Großartig. So musste ich weniger tragen und konnte (noch) mehr lesen. Großartiger.

Der Palm war der Erste in einer  Reihe von weiteren Palms (IIIc. Tungsten T3, Centro) und ich habe ihn bis heute in ausschließlich guter Erinnerung, was ihn nachhaltig von seinen Nachfolgern unterscheidet, die immer die eine oder andere Macke hatten. Der IIIe war dagegen komplett problemfrei und ein treuer “Diener”.

Jetzt liegt er auseinander geschraubt in einem kleinen Pappkarton auf dem ein Stück Tape mit der Beschriftung “Palm” klebt. Dort ruht er neben seinen Brüdern und kann wenn es nach mir geht bis in alle Ewigkeit weiter ruhen, denn wegwerfen werde ich ihn nicht.

21. Oktober 2009

Wohnraumaufhübschung

Nach etwas mehr als fünf Semestern an der Universität war es heute zum ersten Mal soweit: Ich habe mir beim allsemestrigen Posterverkauf tatsächlich zwei Poster gekauft. Eine Kleinigkeit eigentlich aber ich bin immer noch begeistert und freu mich, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze und nach oben gucke oder mich umdrehe und in Richtung Bett gucke.
Damit man meine Freude teilen kann:

Schreibtischposter:

IMG_0984 Und Bettposter:

IMG_0983

Sind sie nicht schön? Alle beide? So richtig schön? Hach. Schöne neue Welt das ist.

Und morgen kauf ich mir ein Ganzkörperposter von Edward. Narf.

14. Oktober 2009

Fortschritte

Wider Erwarten habe ich heute doch tatsächlich knapp vier Seiten Text zustande gebracht. Freuen kann ich mich darüber aber nicht wirklich. Dafür wirkt alles ein bisschen zu konzeptlos. Ich weiß zwar worauf ich hinauswill und was das (ungefähre) Ziel der Arbeit ist aber irgendwie bin ich unzufrieden mit dem was vor mir steht.
Die vorgeschriebene Struktur der Arbeit macht im Grunde nur wenig Sinn und bei Licht betrachtet ließe sich fast das ganze Ding nur mit der Verfassung von Uruguay schreiben. Aber das geht natürlich nicht, die Literaturliste will ja mit Titeln gefüllt werden, um meine tiefgründige Recherche zu bezeugen.
Jetzt liegen noch etwas mehr als zehn Seiten echte uruguayische Politik vor mir und ich hasse mich wieder etwas mehr dafür nie Spanisch gelernt zu haben.
Naja kann man nicht ändern.

Ich geh jetzt in die “Küche” und hol mir ein bisschen Bananensaft.

Prost.

24. September 2009

Daily Robat ist wieder aktuell: Rollende Eisenwaren + Optimus Prime Loves The Stig!

Tag zusammen. Wieder da und heute den DR auf den aktuellen Stand gebracht.

Das absolute Highlight: Das heutige Bild.

Und natürlich auch die Bilder der Tour. Man sagt man könne mir beim dünner werden zusehen. Ich glaub das nicht.

Tag 1
Tag 2
Tag 3
Tag 4
Tag 5
Tag 6
Tag 7
Tag 8
Tag 9
Tag 10
Tag 11
Tag 12
Tag 13

Viel Spaß me Friends.

7. September 2009

Nur noch zweimal schlafen.

Rprg9c6yzq734cwacpuekzl4o1_500_large Langsam aber sicher werde ich dann doch ein kleines, geradezu mikroskopisches Stückchen aufgeregt. Lang ist es nicht mehr hin, dann sitz ich (bzw. wir) im Zug Richtung F/Main und dann Brüssel. Und ab da gibt es keine Züge mehr. Nur noch Fahrrad. Beladen mit zu viel Kram.

Seit einer halben Stunde laufe ich durch die Wohnung mit einem Rucksack in  Reisebeladung. Wiegt gefühlt eine Tonne und dabei lasse ich doch nun mein 90-300mm Tele-Objektiv @home. Da sind eigentlich nur Wörterbücher in Mini, Notizbüchlein, Kontaktlinsen, Kopien, Kamera+Zubehör und … mehr eigentlich nicht drin. Naja gut noch 2,5l Camelback draufgeschnallt. Argh.

Jetzt versuche ich mich gerade für meine Zugliteratur zu entscheiden, weil der DS zuhause gelassen wird. Entweder wird es das heute gekaufte “Ein gutes Omen” von Terry Pratchett & Neil Gaiman (bin ich dank ihr draufgekommen) oder aber ein dicker Stapel Kopien zum Thema Uruguay und die Verfassung von eben Uruguay. Nimmt sich vom Gewicht beides nicht viel. Ersteres macht mehr Spaß aber letzteres ist besser fürs Gewissen und unter Umständen auch die universitäre Zukunft.
Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich nach einem vernünftigen EBook-Reader verzehre. Dann könnte ich einfach beides mitnehmen. Und noch mehr.
Ich glaube ich sollte mal anfangen zu sparen. Ich bräuchte aber einen mit dem man auch Text markieren kann. Ob sowas geht?
Aber egal. Ich schweife ab.

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!!!

5. September 2009

Noch fünf Tage

Was soll ich sagen, wie der Titel schoDictn recht deutlich verrät sind es nur noch fünf Tage bis zur Abfahrt Richtung Brüssel und mein Kopf macht im Grunde nichts anderes mehr als permanent um die gleichen Gedanken zu kreisen: Hab ich was vergessen, ist alles richtig eingepackt, könnte ich noch Gewicht sparen, schaff ich das überhaupt? Narf.

Naja wenigstens um Sprachbarrieren muss ich mir keine Gedanken in machen.  Zumindest in Frankreich nicht, da geb ich einfach den Franzmännern mein Wörterbuch aus dem Jahr 1940 in die Hand und dann können die sich mal ein bisschen Mühe geben mich zu verstehen. Ich bin ja schließlich Mensch geblieben. Und zur Not behaupte ich einfach, dass ich ein Papagei wäre und Arthur heiße. Problem gelöst.Paris

Und sollten wir dann tatsächlich in Paris angekommen sein, dann bin ich auch da nicht hilf- und orientierungslos, dank meines Führer Guilmin – Paris in vier Tagen, ebenfalls aus dem Jahr 1940.

“Up to date” nennt man das glaube ich.